Beschaffung aktuell, 2. Februar 2010
Beschaffung aktuell, 2. Februar 2010
Rezension erschienen in Beschaffung aktuell, 2. Februar 2010
Einkaufsagenda 2020
Die Beschaffung Aktuell stellt das aktuelle Buch von Gerd Kerkhoff und seinem Team vor
Von Karin Gramatins
Agieren, nicht reagieren lautet eine Zauberformel für erfolgreichen Einkauf. Best-Practice-Unternehmen zeigen, dass es einen Weg gibt, um immer einen Schritt voraus zu sein. Orientierung am Best Practice bedeutet jedoch nur eine kurzfristige Anpassung des eigenen Einkaufs, aber qualifiziert in der Regel nicht dazu, selbst eine führende Rolle zu übernehmen.
Wer führend sein will, muss Zukunfts- und Trendszenarien antizipieren: Wie sehen Einkauf und Beschaffungsmarkt im Jahr 2020 aus? Unternehmen, die sich visionär mit ihrem Marktumfeld auseinandersetzen, können sich flexibler auf Marktveränderungen einstellen. Diese Unternehmen trotzen selbst unerwarteten Veränderungen durch den Zugriff auf unterschiedliche Handlungsszenarien. Die Auswirkungen der Entwicklungen auf den Einkauf zeigt das Buch an konkreten Beispielen auf.
All about Sourcing, 30. November 2009

Rezension erschienen in: All about Sourcing, 30. November 2009
Die vier Megatrends im Einkauf
Der Unternehmensberater und Bestseller-Autor Gerd Kerkhoff beschreibt, wie die Beschaffung der Zukunft aussieht
Die Einkaufswelt wird auf den Kopf gestellt: Haben bisher Produktion und Vertrieb den Einkauf damit beauftragt, die Bauteile für die zuvor neu erdachten Produkte zu bestellen, kommt nun die Herstellungsidee aus dem Einkauf heraus. Die Lieferketten (Supply Chains) werden zukünftig nicht mehr nur nach Kostentreibern, sondern vor allem nach Innovationspotenzial durchleuchtet. Dies ist einer der vier wichtigsten Zukunftstrends, die das Buch „Einkaufsagenda 2020: Beschaffung in der Zukunft“ von Gerd Kerkhoff und seinem Team beschreibt. Kerkhoff, sechs Partner von Kerkhoff Consulting und der Personalberater und Trainer Stephan Penning haben die Disziplinen Einkauf und Supply-Chain-Management (SCM) analysiert und beschreiben, welche Entwicklungen bis zum Jahr 2020 zu erwarten sind. Die Experten sehen vier große Trends, die die Einkaufslandschaft verändern werden.
Erster Trend: Der Einkauf wird eine zentrale Steuerungsfunktion in Unternehmen einnehmen und nicht mehr fünftes Rad am Wagen sein. Nicht nur Kosten, auch gute Ideen müssen Einkäufer der Zukunft erkennen! Nach einer Umfrage von Kerkhoff Consulting halten im August 2009 noch 61 Prozent der Einkaufsmanager „Green Procurement für ein Modewort — und verkennen damit den zweiten Zukunftstrend, der nicht mehr aufzuhalten ist.
Der dritte Trend: Aufgrund der demografischen Entwicklung und der in der Vergangenheit eher mangelhaften Ausbildung von Einkäufern ist ein Paradigmenwechsel in der Personalpolitik zu erwarten: Es ist nicht mehr die Vakanz, die das Wirken von Personalabteilungen leitet, sondern der künftige Bedarf. In der Zukunft bemühen sich Unternehmen im Rahmen eines Relationship Managements nicht nur verstärkt um ihre Kunden, sondern vor allem auch um ihre ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter. Der vierte Trend schließlich ist durch die Wirtschafts- und Finanzkrise noch einmal verstärkt worden: Einkäufer müssen sich immer mehr Gedanken über Risikomanagement machen. Das Buch ist im Wiley Verlag erschienen, es kostet 39,90 Euro.
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Rezension erschienen auf getabstract
Einkaufsagenda 2020
Beschaffung in der Zukunft - Wettbewerbsvorteile durch einen visionären Einkauf sichern und ausbauen
von Gerd Kerkhoff, Christian Michalak, Dirk Schafer, Gundula Jager, Christian Heidbreder, Oliver Kreienbrink, Stephan Penning und Matthias Ruter
Wiley-VCH, 2009
ISBN: 9783527505012
Anzahl Seiten: 205
Kategorie: IT, Produktion & Logistik
getAbstract-Bewertung
- Gesamtbewertung mehr (8)
- Umsetzbarkeit (6)
- Innovationsgrad (8)
- Stil (9)
- Schwierigkeitsgrad (5)
Das lernen Sie
- welche neue Rolle der Einkauf künftig im Unternehmen spielen wird
- was die wichtigsten Megatrends im Einkauf sind
Warum Sie Einkaufsagenda 2020 lesen sollten:
Gerd Kerkhoff und seine Co-Autoren wissen, wovon sie schreiben. Nicht nur haben sie sich als „Hidden Champion 2009“ im Bereich Einkauf und Beschaffung gegen die großen Beratungsdienstleister durchgesetzt. Auch stellen sie in diesem Buch ihre Fachkenntnis unter Beweis. Obwohl man sich auf das dünne Eis der Prognosen begibt, ist das Vermittelte handfest, sorgfältig zusammengetragen und außerdem ansprechend und lesefreundlich präsentiert. Zugegeben, die von Kerkhoff und Co. analysierten Megatrends sind nicht revolutionär neu. Neu ist allerdings der Blick durch die Brille des Einkäufers, der sich angesichts zukünftiger Entwicklungen vielfältigen neuen Aufgaben gegenübersieht. Ob er deshalb eine andere Stellung einnehmen und den Vertrieb in seiner Position als Dreh- und Angelpunkt vieler Unternehmen beerben wird, sei dahingestellt. Die Zukunft ist nun mal ... – unsicher. getAbstract empfiehlt das Buch allen Einkäufern, die schon heute wissen wollen, was sie im Jahr 2020 erwartet.
Über die Autoren
Gerd Kerkhoff ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Kerkhoff Consulting, die ihre Kunden im Bereich Einkauf und Beschaffung berät. Seine Co-Autoren sind Beschaffungsexperten aus seiner Unternehmensberatung. Kerkhoff ist auch Autor der Bücher Milliardengrab Einkauf und Zukunftschance Global Sourcing.
C.ebra, Juni 2009
C.ebra, Juni 2009

Rezension erschienen in: C.ebra, 06/09
Klima
Nach einer Umfrage von Kerkhoff Consulting hielten im August 2009 noch 61 Prozent der Einkaufsmanager „Green Procurement“ (Grüne Beschaffung) für ein Modewort – und verkennen damit einen Zukunftstrend, der nicht mehr aufzuhalten ist.
Dies ist der zweite große Trend der „Einkaufsagenda 2020“, die die Kerkhoff-Berater jetzt in ihrem neuen Buch „Beschaffung in der Zukunft“ vorstellen. Die Einkäufer würden zukünftig Produkte nicht nur nach dem Dreieck Preis, Qualität und Service bewerten, sondern dies zu einem Viereck erweitern, in dem Nachhaltigkeit ein wichtiges Bewertungskriterium werde, heißt es weiter. Einkäufer würden sich künftig sogar zu Umwelt-Managern entwickeln müssen.
Jetzt kurz vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen werden die Medien die Themen Klima und steigende CO2-Belastung zunehmend aufgreifen und uns keine schönen, aber auch keine hoffnungslosen Szenarien bis zur nächsten Jahrhundertwende beschreiben. Letztendlich gilt es, die Erderwärmung bei 2 Grad aufzuhalten. Das kann zu schaffen sein, wenn alle an einem Strang ziehen. Joschka Fischer riet kürzlich auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag, wo er einen Ehrenpreis für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in der Realpolitik entgegennahm, zu „gnadenlosem Realismus“. Entweder „Kopenhagen sei der Startpunkt, oder wir haben die Chance verpasst“. Kopenhagen sei kein Klimagipfel, sondern für ihn der wichtigste Weltwirtschaftsgipfel des neuen Jahrhunderts, so Fischer weiter. Unternehmer mit Visionen seien jetzt gefragt, mit dem Mut zur Durchbrechertechnologie. „Nutzen Sie die Chance, dass die Politik gelähmt ist, und zeigen Sie denen, was Unternehmen leisten können.“ Wie Sie merken lieber Leser, hat sich diese Message nachhaltig bei mir eingeprägt.
Bei rund 17 Millionen Menschen, die in Deutschland an Büroarbeitsplätzen arbeiten, kommt da auch im Office einiges an CO2-Sparpotenzial zusammen. Die Herstellerseite reagiert mit einem Boom an neuen „grünen Produkten“ und präsentiert jede Menge Konzepte zum Energiesparen und Wertstoff-Recycling. Hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen und „Greenwashing“ zu erkennen. Eine Entscheidungshilfe und Sicherheit bieten in diesem Zusammenhang Markenprodukte, wie die der Förderunternehmen des Office Gold Clubs. Nach neuesten Untersuchungen steigt übrigens die so begehrte „brandlove“ des Käufers, je nachhaltiger eine Marke sich positioniert. Auch der Office Gold Club stellt seine Roadshow im nächsten Jahr unter das Motto: ,,Nachhaltigkeit on tour“.
Von Elke Sondermann
Westdeutsche Zeitung, 16. November 2009
Westdeutsche Zeitung, 16. November 2009
Rezension erschienen in Westdeutsche Zeitung, 16. November 2009
Drei Fragen an Gerd Kerkhoff
Der Gründer der Düsseldorfer Beratungsgesellschaft für Einkaufsprojekte und Beschaffungsoptimierung hat ein Buch herausgegeben: "Einkaufsagenda 2020: Beschaffung in der Zukunft".
An wen richtet sich das Buch?
Kerkhoff: Im Gegensatz zu anderen Werken über Einkauf und Beschaffung geht es bei uns weniger um Pfennigfuchserei als um folgende Fragen: Wie entwickelt sich der Einkauf im kommenden Jahrzehnt? Wie muss ich meine Beschaffungsabteilung ausrichten? Deswegen ist es für Geschäftsführer, mittelständische Unternehmer und Einkaufsleiter gleichermaßen interessant. Aber auch das Umweltbundesamt hat ein Exemplar bestellt und drei Studenten haben es für ihre Diplomarbeiten angefordert.
Welche Trends sehen Sie denn?
Kerkhoff: Es gibt vier große Trends: Nachhaltige Beschaffung nach ökologischen und sozialethischen Gesichtspunkten wird noch wichtiger, also Produkte ohne Kinderarbeit oder Genveränderung. Die Krise hat uns Probleme im Risikomanagement offenbart: Die Lieferanten werden mächtiger. Die Produzenten geraten zunehmend in Abhängigkeit und sollten langfristige Partnerschaften eingehen. Außerdem wird der Einkauf verstärkt Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen. Abschließend zeigen wir Schwächen in der Einkäufer-Ausbildung auf. Nachwuchs fehlt und muss dringend ausgebildet werden.
Auf welcher Basis sind Sie zu diesen Erkenntnissen gelangt?
Kerkhoff: Wir sind seit zehn Jahren am Markt und haben in dieser Zeit 300 Kunden betreut. Außerdem haben uns Wissenschaftler des Lehrstuhls für Logistikmanagement der Uni St. Gallen unterstützt.
Von Christoph Schneider
Perspektive Mittelstand, 2. November 2009
Perspektive Mittelstand, 2. November 2009
Rezension erschienen in Perspektive Mittelstand, 02. November 2009
Vier Trends im Einkauf bis 2020 |
| Der Einkauf wird in Unternehmen künftig immer mehr an Stellenwert gewinnen und sich vom „fünften Rad am Wagen“ zu einem Unternehmensbereich mit Steuerungsfunktion entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des Buches „Einkaufsagenda 2020: Beschaffung in der Zukunft“. |
„Um wirklich alle Potenziale aus dem Einkauf schöpfen zu können, ist es erforderlich, auch das Morgen und Übermorgen in seine Entscheidungen mit einzubeziehen“, zeigt sich Dr. Thomas Ludwig, Vorstandsvorsitzender von Klöckner & Co. SE und Kommentator des Buches „Einkaufsagenda 2020: Beschaffung in der Zukunft“, überzeugt. Genau aus diesem Grund haben Gerd Kerkhoff, sechs Partner von Kerkhoff Consulting und der Personalberater und Trainer Stephan Penning unterstützt von Prof. Dr. Wolfgang Strölzle, Inhaber des Lehrstuhls für Logistikmanagement an der Schweizer Universität St. Gallen, in ihrem Buch untersucht, welche Entwicklungen in den Disziplinen Einkauf und Supply Chain Management (SCM) bis zum Jahr 2020 zu erwarten sind. Eine der Kernerkenntnisse der Untersuchung: Die Einkaufswelt wird bald schon auf den Kopf gestellt. In diesem Kontext nennen die Autoren u.a. folgende vier Trends, die die Funktion sowie den Stellenwert des Einkaufs maßgeblich verändern werden: 1. Trend: Einkauf wird zentrale Steuerungsfunktion erlangen Während der Einkauf früher erst zu arbeiten angefangen habe, wenn das Produktdesign bereits abgeschlossen und die Vermarktung eines neues Produktes bereits beschlossen war, werde es damit Gerd Kerkhoff zufolge bald vorbei sein. So habe die Automobilindustrie in den vergangenen Jahren vorgemacht, wie man aus seinem SCM hervorragendes Innovationspotenzial entwickeln könne. Reines Kostendenken ist im Einkauf künftig nicht genug, wonach der Einkäufer der Zukunft auch gute Ideen erkennen müsse. In diesem Kontext verweisen die Autoren auf den Ex-Daimler-Vorstand und Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie Prof. Dr. Bernd Gottschalk, dem zufolge eine einkaufsorientierte Unternehmensführung immer wichtiger werde. 2. Trend: „Green Procurement“ wird für Unternehmen Pflicht Wenngleich 61 Prozent der Einkaufsmanager einer von Kerkhoff Consulting im August 2009 durchgeführten Umfrage zufolge „Green Procurement“ (grüne Beschaffung) nach wie vor in erster Linie als ein Modewort bewerten und damit einen zentralen Zukunftstrend verkennen, sei dieser nicht mehr aufzuhalten. Danach werden Einkäufer in Zukunft angehalten sein, ihre Beschaffungsaktivitäten nicht mehr nur an den drei Bewertungskriterien Preis, Qualität und Service zu orientieren, sondern diese vielmehr um den Faktor Nachhaltigkeit zu erweitern. Dabei wird der Einkauf mehr und mehr als Umwelt-Manager agieren und den Erhalt sowie den Beibehalt von Öko-Label sicherstellen müssen. 3. Trend: Betriebliche Aus- und Weiterbildung rückt im Einkauf in den Fokus Aufgrund der demografischen Entwicklung und der in der Vergangenheit eher mangelhaften Ausbildung von Einkäufern ist im Einkauf personalpolitisch ein Paradigmenwechsel zu erwarten. So werde das Wirken der Personalabteilungen zukünftig nicht mehr von der Vakanz bestimmt, sondern vielmehr vom künftigen Bedarf, wonach die Unternehmen stärker darauf abstellen werden, eigene Facheinkäufer auszubilden. „Dazu wird es zu einer Verlagerung des Bewertungsmaßstabes in Richtung ‚Potenzial’ anstellen von ‚Kompetenz’ kommen“, so Personalberater und Mitautor des Buches Stephan Penning. 4. Trend: Risikomanagement im Einkauf wird elementar Wie die Autoren ausführen, werden sich Einkäufer zukünftig immer mehr Gedanken über das Thema Risikomanagement machen müssen. Ein Trend, der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise noch einmal verstärkt worden sei. „Oligopolbildungen auf den Lieferantenmärkten, plötzliche Insolvenzen von Lieferanten und politische Rahmenbedingungen können dazu führen, dass die Belieferung mit wichtigen Produkten sehr kurzfristig eingestellt werden muss und die eigenen Bänder plötzlich still stehen“, so die Autoren. Deshalb sei die Einführung eines sensiblen Risikomanagement erforderlich, das die Versorgungssicherheit gewährleistet. |

