Februar 2010: Einkaufsziele 2010 - was steht bei ihnen an erster Stelle?

Februar 2010

Im Zieldreieck Kosten, Qualität und Service (Versorgungssicherheit) kommt es je nach internen und externen unternehmerischen Rahmenbedingungen immer wieder zu Verschiebungen in der Gewichtung der Zielsetzungen. So hatte in 2009 für die Mehrzahl der Einkaufsabteilungen höchste Priorität bestehende Konditionsvereinbarungen auf die Entwicklungen von Rohstoff- und Energiepreisen anzupassen und damit zeitnahe Kostensenkungen zu realisieren. In den Jahren 2007 und 2008 war das Thema Versorgungssicherheit aufgrund von Knappheiten am Anfang der Supply Chain, wie z. B. bei der Stahlversorgung oder bei anderen Metallen priorisiert.

Nach den zuletzt realisierten Kostensenkungen und den wieder verfügbaren Kapazitäten in den Beschaffungsmärkten scheint es nun eine Verlagerung der Priorität zugunsten der Qualitätssicherung zu geben. Dabei gilt es nicht nur einen Abgleich zwischen geforderter Qualität (spezifizierter Qualität) und gelieferter Qualität herzustellen, sondern auch Gesichtspunkte, wie z.B. Nachhaltigkeit, Überspezifizierung und Komplexität zu berücksichtigen.

Aktuell zu diskutieren ist die Notwendigkeit einer Erweiterung des Zieldreiecks in Richtung des vierten Zieles Prozessintegration. Die Vernetzung von Lieferanten und Abnehmern innerhalb einer Supply Chain auf unterschiedlichen Ebenen (Informations-, Waren- und Geldströme) bietet dabei sicherlich eine der bedeutsamsten aktuellen Herausforderungen und eine der größten Chancen für eine nachhaltige Einkaufsoptimierung. Entscheidend ist es, in der Supply Chain die richtige Balance zwischen den sich beeinflussenden Zielsetzungen zu finden.

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