Januar 2010: Spielt Ihre Einkaufsabteilung eine führende Rolle bei der Vergabe von Investitionsgüteraufträgen?

Das Verhältnis spiegelt die Erfahrung unserer Berater wider. Obwohl in vielen Unternehmen die Investitionen 10 % bis 20 % der externen Kosten (ohne Personalkosten) ausmachen, ist der Einkauf ― der Spezialist für externe Beschaffung ― zu spät oder gar nicht in den Beschaffungsprozess sowie die Supply Chain involviert.

Der Prozess zum Einkauf von Investitionsgütern unterscheidet sich stark vom Serieneinkauf und dieser bloße Unterschied ist vielleicht ein Grund für eine anders gelagerte Einbeziehung der Einkaufeinheit(en). Dabei sind die Herausforderungen für eine Vergabeentscheidung umso höher. Einmalinvestitionen lassen sich nur schwer mit anderen Vergabeentscheidungen vergleichen. Die Hersteller von Investitionsgütern stellen ihre Produkte als einzigartig dar und Emotionen der Bedarfsträger (nur mit der Maschine kann ich arbeiten) tun ihr weiteres. Weitere Erfolgsfaktoren beim Einkauf von Investitionsgütern sind die rechtlichen Parameter und im Sinne einer TCO-Betrachtung Service, Wartung und Instandhaltungskosten.

Ein wichtiges Argument den Einkauf einzubinden. Ein Einkäufer wird immer versuchen Wettbewerb zwischen Lieferanten zu erzeugen und das auch durch mögliche neue Lieferanten. Bestandslieferanten stehen für Ihre Qualität und ihren Service; allerdings nicht immer für Innovationen. Das können vor allem neue Lieferanten liefern.

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