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Montag 15. Februar 2010

A3 Eco

 
Studie Nachhaltige Beschaffung
 
Veränderte Kundenwünsche zwingen die Unternehmen, das Thema Ökologie und Soziale Standards auch in der Beschaffung zu berücksichtigen.
 

Für 41 Prozent der Einkaufs- und Beschaffungsverantwortlichen des produzierenden Gewerbes spielen ökologische, für ein Viertel soziale Standards im Einkauf auch heute noch keine Rolle. Und das, obwohl 34 Prozent der 202 in einer aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für Demoskopie Allensbach befragten Unternehmen erklärt haben, dass die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu Wettbewerbsvorteilen geführt habe. Eine Veränderung ist jedoch abzusehen. So erwarten 69 Prozent der Studienteilnehmer, dass Nachhaltigkeit in der Beschaffung in Zukunft noch wichtiger werden wird. Als wichtigste Zukunftstrends beschreiben die Befragten die Schonung natürlicher Ressourcen (25 Prozent), die Nutzung alternativer Energiequellen (16 Prozent) sowie eine schadstoffarme Produktion (zwölf Prozent). Sieben Prozent machen sich auch bereits Gedanken, wie sie ihre Logistik umweltgerechter gestalten können.

"Einkäufer werden zukünftig Produkte nicht nur nach dem Dreieck Preis Qualität und Service bewerten, sondern dies zu einem Viereck erweitern, in dem Nachhaltigkeit ein wichtiges Bewertungskriterium wird", ist Gundula Jäger, Geschäftsführerin von Kerkhoff Österreich, überzeugt. "Einkaufsmanager werden im Jahr 2020 die gesamte Supply Chain auf Nachhaltigkeit überprüfen, sie werden damit zu, Umweltmanagern, die Kennzahlen erarbeiten müssen, welche Kostenvorteile durch nachhaltiges Handeln entstehen."